In dieser Fernsehwoche wird es ausgesprochen norddeutsch: Der NDR zeigt noch einmal das Leben hinter den Kulissen von Warnemünde, begleitet eine Polizeistreife durch Stralsund und widmet den Sonntagabend den Leuchttürmen an Norwegens Küste. Dazu kommen Sturmflut auf Hallig Hooge, ein historischer Lotsenschoner und die Rettung eines gewaltigen Gutshauses in Mecklenburg-Vorpommern. Unsere TV-Tipps vom 5. bis 11. Oktober 2026.
Montag, 5. Oktober: Wenn die Nordsee die Hallig verschluckt
14.00 bis 15.00 Uhr | NDR | „die nordstory – Land unter auf Hallig Hooge“
Diesmal beginnen wir ausnahmsweise nicht an der Ostsee, sondern mitten im nordfriesischen Wattenmeer. Aber es ist halt ein Klassiker – und auch schon ehrlicherweise Tausend mal im Fernsehen gelaufen.
Aber Kult ist nun mal Kult… Denn auf Hallig Hooge gehört „Land unter“ zum Leben: Mehrmals im Jahr wird das flache Halligland überspült, während die Häuser auf ihren Warften aus dem Wasser ragen.
Die Reportage begleitet Bewohner während einer besonders bedrohlichen Sturmflut. Tiere müssen auf die Warften gebracht, Sandsäcke gefüllt und Schutzräume vorbereitet werden. Der Film zeigt eindrucksvoll, was Küstenschutz dort bedeutet, wo das Meer nicht erst hinter dem Deich beginnt, sondern regelmäßig bis vor die Haustür kommt.
Der NDR bestätigt die Ausstrahlung am Montag, 5. Oktober, von 14 bis 15 Uhr. ndr.de
NDR/ARD Mediathek: Land unter auf Hallig Hooge
Donnerstag, 8. Oktober: Noch einmal 24 Stunden Warnemünde
14.00 bis 15.00 Uhr | NDR | „die nordstory – 24 h Warnemünde: Das Ostseebad, das niemals schläft“
Wer die Erstausstrahlung am vergangenen Freitag verpasst hat, bekommt am Donnerstag eine zweite Gelegenheit.
Die Reportage begleitet Warnemünde einen kompletten Tag lang – von den Strandreinigern im Morgengrauen bis zum nächtlichen Betrieb in den Kneipen. Dazwischen geht es um jene Menschen, die ein großes Ostseebad am Laufen halten: Strandvogt, Kreuzfahrtmanager, Schausteller und viele andere.
Gerade für regelmäßige Warnemünde-Besucher ist der Perspektivwechsel interessant. Alter Strom, Leuchtturm, Teepott und Strand kennt man – aber eben meist aus Sicht des Urlaubers.
Der Termin Donnerstag, 8. Oktober, 14 bis 15 Uhr ist sowohl in der aktuellen ARD-Programmübersicht als auch in weiteren TV-Programmdaten bestätigt. ARD Mediathek
Donnerstagabend: Auf Streife in Stralsund
18.15 bis 18.45 Uhr | NDR | „Die Nordreportage: 110 hautnah – Auf Streife mit ‚Strela 10‘ in Stralsund“
Am selben Tag bleibt der NDR in Mecklenburg-Vorpommern. Diesmal geht es nach Stralsund.
„Strela 10“ ist die interne Bezeichnung des Polizeihauptreviers der Hansestadt. Mehr als 15.000 Einsätze im Jahr machen die Dienststelle nach Angaben des NDR zu einer der am stärksten belasteten in Mecklenburg-Vorpommern.
Die neue Reportage begleitet Hans Hartung, Tim Poddig und ihre Kollegen im Streifendienst. Dabei geht es weniger um die touristische Postkartenansicht Stralsunds als um den Alltag einer Stadt, die zugleich Wohnort, Urlaubsziel und Tor nach Rügen ist.
Der NDR nennt als Sendetermin Donnerstag, 8. Oktober, 18.15 bis 18.45 Uhr. ndr.de
NDR: Auf Streife mit „Strela 10“ in Stralsund
Freitag, 9. Oktober: Die sieben Leben eines alten Lotsenschoners
20.15 bis 21.15 Uhr | NDR | „die nordstory – Phoenix aus der Elbe: Die 7 Leben des Hamburger Lotsenschoners“
Der Freitagabend gehört der Seefahrt.
Im Mittelpunkt steht der historische Lotsenschoner „No. 5 ELBE“. Das 1883 gebaute, 37 Meter lange Holzschiff brachte jahrzehntelang Elblotsen hinaus zu den großen Schiffen in der Deutschen Bucht.
2019 schien seine Geschichte beendet: Der Schoner kollidierte auf der Elbe mit einem Containerschiff und sank nach der Havarie bei Stadersand. Doch das Schiff wurde erneut gerettet.
Die „nordstory“ erzählt von einem Stück norddeutscher Schifffahrtsgeschichte und von den Menschen, die sich nicht damit abfinden wollten, dass der alte Zweimaster verschwindet.
Die ARD-Programmübersicht bestätigt die Ausstrahlung am Freitag, 9. Oktober, um 20.15 Uhr im NDR. ARD Mediathek
Gleich danach: Ein 60-Zimmer-Schloss in Mecklenburg-Vorpommern
21.15 bis 21.45 Uhr | NDR | „Mit Mut, Mörtel und Millionen Tipps – Ein Schloss: 60 Zimmer, 100 Fenster“
Danach wechselt der NDR von der Schifffahrt ins mecklenburgische Hinterland – und startet eine neue Dokureihe.
Knut Splett-Henning und seine dänische Frau Christina von Ahlefeldt-Laurvig beschäftigen sich seit mehr als 20 Jahren mit der Rettung alter Gutshäuser. Nun nehmen sie sich Schloss Lüssow vor.
Die Dimensionen sind beachtlich: rund 3.000 Quadratmeter, etwa 60 Zimmer und mehr als 100 sanierungsbedürftige Fenster. Das Paar will das riesige Gebäude Stück für Stück wieder bewohnbar machen.
Die erste Folge ist zugleich TV-Premiere und läuft am Freitag, 9. Oktober, von 21.15 bis 21.45 Uhr. Fernsehserien
Damit bietet der NDR am Freitagabend zwei Stunden, die für Norddeutschland-Fans interessant sein dürften: erst ein historisches Schiff, danach ein mecklenburgisches Schloss.
Samstag, 10. Oktober: 45 Minuten durch den Norden
18.00 bis 18.45 Uhr | NDR | „Nordtour“
Am frühen Samstagabend steht die nächste Ausgabe der „Nordtour“ im Programm. Das Reisemagazin beschäftigt sich regelmäßig mit Orten, Landschaften und Menschen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ebenso wie in Hamburg und Niedersachsen.
Die aktuelle Programmübersicht bestätigt die Ausgabe am Samstag, 10. Oktober, von 18 bis 18.45 Uhr. Die konkreten Beiträge dieser Ausgabe sind in den derzeit verfügbaren Programminformationen allerdings noch nicht detailliert ausgewiesen – deshalb versprechen wir an dieser Stelle auch keine bestimmten Ostsee-Themen. ndr.de
Sonntag, 11. Oktober: Die stillen Wächter der norwegischen Küste
18.00 Uhr | NDR | „Ostseereport – Norwegens Leuchttürme“
Das ist unser Fernsehtipp der Woche.
Norwegen besitzt entlang seiner gewaltigen Küste ein dichtes Netz aus Leuchttürmen und Navigationszeichen. Mehr als 150 Leuchttürme stehen zwischen Fjorden, Schären und vorgelagerten Inseln.
Viele von ihnen verloren durch Automatisierung ihre ursprüngliche Aufgabe. Manche standen leer, andere verfielen. Doch inzwischen bekommen einige der alten Seezeichen ein zweites Leben: als Gästehaus, Kulturort, Wetterstation oder Zufluchtsort für Reisende.
Der „Ostseereport“ begleitet unter anderem Paal Bjorndal, der seit 15 Jahren norwegische Leuchttürme saniert. Auf der kleinen Insel Grip bei Kristiansund arbeitet sein Team an einem 44 Meter hohen Turm aus dem Jahr 1888. Fernsehserien
Das Thema reicht dabei über reine Küstenromantik hinaus. Der NDR greift auch die Frage auf, warum Leuchttürme angesichts der veränderten geopolitischen Lage wieder an Bedeutung gewinnen könnten.
Der „Ostseereport – Norwegens Leuchttürme“ läuft am Sonntag, 11. Oktober, um 18 Uhr im NDR. Der Termin wird sowohl in der ARD-Programmübersicht als auch in aktuellen TV-Programmdaten bestätigt. ARD Mediathek
Redaktionstipp
Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr: „Ostseereport – Norwegens Leuchttürme“.
Die Sendung verbindet fast alles, was eine gute maritime Reportage braucht: einsame Inseln, raue See, Schifffahrtsgeschichte, Menschen mit ungewöhnlichen Berufen – und die Frage, was aus einem technischen Kulturerbe wird, wenn seine ursprüngliche Aufgabe verschwindet.
Wer dagegen lieber an der deutschen Ostsee bleiben möchte, sollte sich den Donnerstag vormerken: Um 14 Uhr geht es nach Warnemünde und um 18.15 Uhr nach Stralsund.
Hinweis: Die Sendetermine wurden am 5. Oktober anhand der aktuellen Programmangaben von NDR und ARD sowie ergänzender aktueller Programmquellen überprüft. Kurzfristige Programmänderungen sind dennoch möglich.

