Wer an diesem Wochenende in den Herbsturlaub an die Ostsee fährt, sollte mehr Zeit einplanen. Ausgerechnet zum Ferienbeginn in mehreren Bundesländern ist die A1 bei Hamburg vollständig gesperrt. Auch auf der A7 und in der Hamburger Innenstadt drohen Verkehrsbehinderungen.

Für viele Familien beginnen jetzt die Herbstferien. In Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Sachsen und Thüringen startet die schulfreie Zeit. Damit dürften auch zahlreiche Urlauber an und in Richtung Ostseeküste unterwegs sein. Der ADAC erwartet insbesondere am Samstagvormittag ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Besonders betroffen sind wichtige Reiserouten wie die A1 und die A7.

In diesem Jahr kommt eine ungewöhnlich umfangreiche Sperrung hinzu: Die A1, eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Westdeutschland und der Ostseeküste Schleswig-Holsteins, ist bei Hamburg das gesamte Wochenende nicht befahrbar.

A1 bis Montagmorgen vollständig gesperrt

Seit Freitagabend, dem 9. Oktober, um 21 Uhr ist die A1 zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Norderelbe und dem Autobahnkreuz Hamburg-Ost in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Sperrung soll bis Montag, 12. Oktober 2026, um 5 Uhr dauern.

Grund sind umfangreiche Arbeiten an der Norderelbbrücke. Nach Angaben der Autobahn GmbH werden unter anderem Schäden instand gesetzt und insgesamt 52 Teilbauwerke überprüft. Außerdem sollen Sensoren eines neuen Überwachungssystems getestet werden, das künftig den Zustand der Brücke laufend kontrolliert.

Die Autobahn GmbH warnt ausdrücklich vor erheblichen Verkehrsbehinderungen und empfiehlt eine großräumige Umfahrung Hamburgs. Die Autobahn GmbH des Bundes

So kommen Ostseeurlauber an Hamburg vorbei

Besonders betroffen sind Reisende aus Richtung Bremen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die über Hamburg nach Lübeck, Travemünde, Grömitz, Scharbeutz oder Fehmarn fahren möchten.

Für diese Autofahrer empfiehlt die Autobahn GmbH folgende Umleitung:

Aus Richtung Bremen und Hannover zur Ostsee: Am Buchholzer Dreieck auf die A261 wechseln, anschließend über die A7 Richtung Norden bis Bad Bramstedt fahren. Von dort führt die Umleitung über die B206 nach Bad Segeberg und weiter über die A20 zum Autobahnkreuz Lübeck.

Von der Ostsee in Richtung Süden: Am Autobahnkreuz Lübeck auf die A20 in Richtung Bad Segeberg wechseln. Anschließend über die B206 nach Bad Bramstedt und dort auf die A7 Richtung Hannover und Bremen fahren.

Allerdings müssen Urlauber auch auf diesen Ausweichstrecken mit zusätzlichem Verkehr rechnen. Wie viel länger die Fahrt tatsächlich dauert, hängt von der Verkehrslage ab. Hamburg

Auch die Hamburger Innenstadt ist betroffen

Wer versucht, die gesperrte Autobahn durch die Hamburger Innenstadt zu umgehen, könnte ebenfalls im Stau landen. Wegen eines Wasserrohrbruchs ist die Amsinckstraße bereits teilweise gesperrt. Dadurch steht eine wichtige innerstädtische Ausweichstrecke nur eingeschränkt zur Verfügung.

Hinzu kommt am Samstag eine Demonstration der Initiative PRÜF. Sie beginnt um 14 Uhr am Jungfernstieg. Die Hamburger Polizei rechnet deshalb mit weiteren Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt.

Die Kombination aus Autobahnsperrung, Baustellen und Demonstration könnte die Verkehrssituation in Hamburg zusätzlich verschärfen. ndr.de

ADAC rechnet mit besonders viel Verkehr am Samstag

Nach der aktuellen Stauprognose des ADAC dürfte es vor allem am Samstagvormittag voll werden. Neben den Ferienreisenden sind bei schönem Herbstwetter auch zahlreiche Tagesausflügler unterwegs. Bundesweit gibt es derzeit rund 1.100 Autobahnbaustellen.

Für Urlauber, die an diesem Wochenende an die Ostsee reisen, empfiehlt es sich deshalb, die Verkehrslage unmittelbar vor der Abfahrt zu prüfen. Wer seine Anreise zeitlich flexibel gestalten kann, sollte die besonders verkehrsreichen Stunden möglichst meiden.

Aktuelle Informationen über Staus, Sperrungen und Verzögerungen bietet der ADAC-Staumelder.

Die gute Nachricht: Nach bisheriger Planung soll die A1 am Montagmorgen um 5 Uhr wieder freigegeben werden. Bis dahin ist auf den Straßen rund um Hamburg allerdings Geduld gefragt.

Text und Bild: KI


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